Literarische Gesellschaft Thüringen

Literarische Gesellschaft Thüringen

#24 Vera Vorneweg

#24 Vera Vorneweg

In der Mai-Ausgabe unseres Podcasts stellen wir euch die Autorin Vera Vorneweg vor. Sie wurde 1985 in Mühlheim an der Ruhr geboren und lebt heute in Düsseldorf. Dem Studium der Sozialen Arbeit und Philosophie folgten Veröffentlichungen in Anthologien, Zeitschriften und öffentlichen Räumen. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen und Stipendien: so das Thüringer Harald-Gerlach-Stipendium, das Stipendium »Künstler*innen im ländlichen Raum« sowie das Künstlerstipendium Nordrhein-Westfalen. 2018 war sie »Dorfschreiberin« in Kaltenlengsfeld in der Rhön.

Moderation: André Schinkel

Erstsendung: Radio Lotte, 17.05.2022, 22:00-23:00 Uhr

#23 Maria Antonia Smalley

Im Studio Literatur ist dieses Mal die in Weimar lebende Künstlerin und Sängerin Maria Antonia Smalley zu Gast. Sie wurde 1986 in Cottbus geboren und absolvierte 2016 ihren Master am Lehrstuhl für Experimentelles Radio an der Bauhaus-Universität Weimar. Von 2006 an tourte sie 10 Jahre lang als Sängerin mit ihrer Band Chapeau Claque erfolgreich in ganz Deutschland und veröffentlichte seither vier Alben. Ihre Audioarbeiten erhielten mehrfach Preise. Darunter der 1. Preis und 2. Preis des Hoer.Spiel 2010/11, den Szlâbbész 2014 und eine Nominierung für den Prix Pierre Schaeffer. Für ihre Masterarbeit wurde Sie 2017 mit dem Medienkunstpreis der Bauhaus-Universität Weimar ausgezeichnet. Sie produziert unter anderem Kulturreportagen für Deutschlandfunk und lebt derzeit als freischaffende Medienkünstlerin in Weimar.

https://ampersand-music.com/

https://www.maria-antonia-schmidt.com/

Moderation: Stefan Petermann

Erstsendung: Radio Lotte, 19.04.2022, 22:00-23:00 Uhr

Coverfoto: Tristan Vostry

#22 Dean Ruddock

Im Studio Literatur ist dieses Mal der zur Zeit in Weimar lebende Spoken-Word-Poet Dean Ruddock zu Gast. Dean wurde 1992 in Paderborn geboren, begann als Musiker, ist dann über das Poetry-Slam-Format zum Filmemmacher, Veranstalter, Herausgeber, Poet, Medienkünstler und Workshop-Leiter geworden. Seit Ende 2015 gibt er gemeinsam mit der Poetin Fatima Moumouni rassismuskritische Workshops mit dem Fokus auf Sprache. Künstlerisch interessiert er sich vor allem für den Transfer von Text in andere Medien, aber auch die Kreuzung von gesellschaftspolitischen Fragen und künstlerischen Perspektiven auf diese. Besondere Beachtung finden postmigrantische und postkoloniale Fragen in seiner Arbeit. Seit 2018 ist Dean Ruddock Teil des Kollektivs »Tanzpoeten«, das an der Schnittstelle von Tanz und Poesie experimentiert und forscht. 2019 zog er nach Weimar, um Medienkunst und Mediengestaltung an der Bauhaus-Universität zu studieren.

Moderation: Guido Naschert, Stefan Petermann

Erstsendung: Radio Lotte, 15.03.2022, 22:00-23:00 Uhr

#21 Harald Gerlach

In der 21. Folge des Studio Literatur blicken wir zurück auf eine Gedenkveranstaltung zum 20. Todestag des Schriftstellers Harald Gerlach am 23. Juni 2021 im Künstlergarten am Weimarer Theaterplatz.

Harald Gerlach wurde am 7. März 1940 in Bunzlau (Schlesien) geboren. Nach 1945 wuchs er im südthüringischen Haina und Römhild auf. Äußere Stationen seine Lebens sind: 1958 Abitur und Lehre als Schriftsetzer; 1961 Abbruch des Journalistikstudiums in Leipzig und illegaler Übertritt in die BRD; Wanderung nach Frankreich und Italien; Rückkehr 1962 in die DDR, was staatliche Sanktionen zur Folge hat; ab 1962 Hof- und Bühnenarbeiter am Opernhaus Erfurt; 1965 bis 1968 Fernstudium, Qualifikation zum Theatermeister; 1970 bis 1984 Bühnentechniker, Theatermeister und literarischer Mitarbeiter an den Städtischen Bühnen Erfurt; ab 1985 freier Autor in Erfurt und Rudolstadt; 1992 Übersiedlung nach Leimen (Baden). Harald Gerlach starb am 19. Juni 2001.

Gäste (in der Reihenfolge des Gesprächs): Wulf Kirsten (Weimar), Bärbel Klässner (Essen) und Verena Blankenburg (Rudolstadt)

Moderation: Guido Naschert

Erstsendung: Radio Lotte, 15.02.2022, 22:00-23:00 Uhr

#20 Thüringer Buchlöwe

2021 organisierte die Literarische Gesellschaft Thüringen bereits zum 17. Mal ihren Schreibwettbewerb "Thüringer Buchlöwe". Teilnehmen kann jeder, der am Tag des Einsendeschlusses noch keine 16 Jahre alt ist. Im Gespräch mit Moderator Guido Naschert spricht Jurymitglied Stefan Petermann über den letzten Wettbewerb unter dem Motto "Erwischt! Schreib einen Krimi". Es lesen:

07:16 Emil Ruf: Cherlock Möhre und die verschwundenen Nüsse
13:10 Michaela Lorenz: Wer verbirgt sich hinter der Maske?
19:18 Carlotta Miehe: November 1613 – Aus dem Leben eines Buckelapothekers
26:34 Henriette Meißner: Eine kalte Spur
33:25 Maja Katharina Dümmler: Der Orchideendiebstahl
39:38 Paula Hahn: Die gelben Schafe
46:26 Nele Baumgärtner: Der Spielzeugdieb
52:18 Paula Weeth: Der Bäume-Killer

Projektleiterin Sabine Arndt stellt am Ende der Sendung die neue Ausschreibung vor. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2022! Mehr Informationen gibt es unter:
https://www.literarische-gesellschaft.de/thueringer-buchloewe

Erstsendung: Radio Lotte, 18.01.2022, 22:00-23:00 Uhr

#19 Horst Wiegand

Horst Wiegand, geboren 1935 in Steinheid (heute ein Ortsteil der Stadt Neuhaus am Rennweg), studierte Klavier und Gesang in Weimar und war viele Jahre als Musikpädagoge, Tranzrepetitor, Oratoriensänger und Komponist in Wilsdruff bei Dresden, Jena, Halle an der Saale und Neuhaus tätig und ist heute als Autor und Fotograf im »Unruhestand«. Er veröffentlichte bisher drei Gedichtbände. Bei einem Lyrik-Wettbewerb erhielt er 2012 den Walter-Werner-Preis. In der Reihe Edition Muschelkalk erschien 2021 sein Band »Winterreise und andere Gedichte«.

Im Gespräch mit Moderator André Schinkel spricht Horst Wiegand über seinen neuen Lyrikband sowie sein Verständnis von Heimat und Dichtung. Zwischendrin sind mehrere seiner Kompositionen von ihm selbst eingespielt zu hören:

18:02 Improvisationen - Echo
29:05 Panflötenvariationen 1
37:40 Kurzes Tänzchen
41:38 Beginnender Tag
57:22 Bedrängnis

Zum Abschluss der Sendung liest Holger Uske (Suhl) ausgewählte Gedichte Wiegands.

Moderation: André Schinkel (Halle a.d.S.)

Erstsendung: Radio Lotte, 21.12.2021, 22:00-23:00 Uhr

#18 Markus Ostermair

Markus Ostermairs Roman »Der Sandler« handelt von der Scham des sozialen Abstiegs – und diese Scham macht die Betroffenen schweigen. Der Sandler ist deshalb eine fiktive Geschichte, die Obdachlose ins Zentrum stellt und trotz aller Fiktion ein realistisches und vielschichtiges Bild ihres Alltags auf den Münchner Straßen vermittelt. Einer von ihnen ist Karl Maurer, der durch die Stadt mäandert, Suppenküchen und Kleiderkammern besucht. Manchmal wird er von den Bildern seines früheren Lebens eingeholt. Gleichzeitig durchstreift auch sein Freund Lenz die Stadt auf der Suche nach ihm. Lenz, ein Zettelschreiber und Utopist, merkt, dass es mit ihm zu Ende geht.

https://www.markusostermair.de/

Moderation: Stefan Petermann

Erstsendung: Radio Lotte, 16.11.2021, 22:00-23:00 Uhr

#17 Olaf Weber

Olaf Weber wurde 1943 in Dresden geboren, er lebt in Weimar. Sein Credo: »Die menschgemachte Welt ist absurd. Kunst muss gegenüber diesem Zustand schöner und absurder absurd sein, um Kunst zu werden.« Er liebt die künstlerische Performance und das sinnesfreudige Exerimentieren. Mit dem Amt eines Professors für Ästhetik ausgestattet, leistet sich Weber in der Poesie gewagte Sprachspiele. Weber organisiert sein poetisches Material entsprechend seiner Weltsicht als widerständige Logik, als Nonsens, als erhellendes Denken. Die Leserin und der Leser können sich auf amüsante, zuweilen auch aufregende und vertrackte Gedichte freuen. Der vorliegende Band der Edition Muschelkalk ist nach wenigen kleinen literarischen Veröffentlichungen die erste Gedichtsammlung des 77-jährigen.

Das Gespräch zwischen Moderator André Schinkel, Herausgeber der Edition Muschelkalk, und Olaf Weber wurde am 18. August 2021 in Weimar aufgezeichnet.

Erstsendung der Radiofassung: Radio Lotte, 19.10.2021, 22:00–23:00 Uhr

Wir bedauern mitteilen zu müssen, dass Olaf Weber am 23. Oktober 2021 verstorben ist.

#16 Annerose Kirchner

Annerose Kirchner wurde 1951 in Leipzig geboren. Sie studierte am am Literaturinstitut »Johannes R. Becher« und zog anschließend nach Gera. Sie war als Dramaturgiesekretärin an den Bühnen der Stadt Gera beschäftigt, als Regieassistentin und Pressereferentin. Als freie Autorin (seit 1989) publiziert Annerose Kirchner regelmäßig in Tageszeitungen wie der Ostthüringer Zeitung und hat mehrere Künstlerbücher mit gestaltet. Seit 1994 ist sie Mitglied der Geraer Künstlergruppe schistko jedno. 1995 leitete sie Lyrikseminare an der Universität Turin und nahm am Internationalen Lyrikfestival Genovantacinque in Genua teil. In ihren Werken widmet sie sich aussterbenden Berufen und verschwundenen Dörfern. Annerose Kirchner ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland (seit 2012) und der Oskar Strock & Eddie Rosner Heritage Society (seit 2019).

Zuletzt erschienen: Dix und Dix. Auf den Spuren eines Familiennamens (2014) und Beliehene Zeit, Gedichte. (2018).

Moderation: Christine Hansmann (Weimar)

Erstsendung der Radiofassung: Radio Lotte, 21.09.2021, 22:00–23:00 Uhr

#15 Vergessene Frauen des Bauhauses

Vortrag mit Gespräch: Dr. Anke Blümm, Weimar

Frau Dr. Blümm referiert über die Ausstellung:
https://www.klassik-stiftung.de/ihr-besuch/ausstellung/vergessene-bauhaus-frauen/

Die Reihe »Die neuen Frauen in der Weimarer Republik« wird kuratiert von Dr. Ulrike Müller, Weimar.

Eine Veranstaltung der Literarischen Gesellschaft Thüringen in Kooperation mit dem Haus der Weimarer Republik e.V.

Erstsendung der Radiofassung: Radio Lotte, 17.08.2021, 22:00–23:00 Uhr