Studio Literatur

Studio Literatur

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:02: Im Podcast Studio Literatur, eine Sendung der literarischen Gesellschaft Thüringen.

00:00:20: Herzlich willkommen auf der Literatortage in Weimar!

00:00:24: Ich bin Stefan Petermann und darf durch den Abend heute führen.

00:00:27: Schön, dass Sie da sind, schön, dass Ihr heute da seid.

00:00:30: Und ich freue mich besonders, das wollt ihr da.

00:00:32: Ganz herzlich Willkommen hier in Weimer.

00:00:38: Vielen Dank.

00:00:41: Wir werden über dein neues Buch sprechen ... Wörterbuch einer Nomadin.

00:00:46: Ich habe es größtenteils im Zug übrigens gelesen, also da hat sich das auch ganz richtig angefühlt an dem Ort.

00:00:52: Das ist wirklich ein tolles Buch was ja auch so ein bisschen der Beschreibung entzieht.

00:00:56: vielleicht muss man das auch gar nicht beschreiben.

00:00:57: Es jedenfalls kann man dir dabei reisen und beim Denken zu schauen, auch beim Springen von verschiedenen Themen Gedanken die sich dann aber alle verknüpfen.

00:01:08: so umlaufe des Buches als geht um Identität, das geht um Europa Es geht um Krieg, um Körper.

00:01:13: Es geht auch um Cyborgs und um Schnee und Sprache immer wieder die Sprache was bei dir ja auch keine Überraschung ist dass du natürlich sehr viel über Sprache nachdenkst.

00:01:22: Ich würde aber gerne bevor wir über das Buch sprechen etwas anderes mit dir oder dich fragen.

00:01:27: Du warst jetzt in den letzten oder im April warst du in den USA gewesen hast da gelesen gearbeitet Und als jemand der die viel unterwegs ist auch viel gereist ist.

00:01:37: wie geht man auf so eine Reise in ein Land dass vielleicht gerade so ein bisschen beispielhaft steht für die Zerrissenheit oder die Umwälzung in der Welt.

00:01:44: Also geht man dahin, um genau diese Elemente zu finden auf so einer Reise?

00:01:49: Oder sucht man sich explizit anderer Punkte, die man beobachten möchte?

00:01:54: Ja vielen Dank!

00:01:56: Erstens für den Laden und zweitens für die Frage.

00:02:01: das war wirklich ich wollte nicht vor die Reise selbst viel darüber zu denken, also wie das wird oder irgendwelche Erwartungen zu haben.

00:02:14: Weil es ist immer besser so ohne Erwartung irgendwo hinzureisen um nicht enttäuscht zu sein.

00:02:20: und besonders jetzt mit dem USA ist es ganz problematisch und ich habe auch mit einer Kollegin gesprochen.

00:02:29: sie war sehr empört dass ich dort überhaupt gehe.

00:02:35: Und ja, für mich das ist doch nicht wirklich klar.

00:02:39: wieso muss ich das nicht machen.

00:02:44: Weil ich besuche nicht den Präsident sondern ich besuch Studierenden und Intellektuale also Menschen die dort wohnen und arbeiten wie was wir auch hier machen in Europa.

00:03:02: Und ich war in drei verschiedenen Staaten.

00:03:04: Ich war in Washington

00:03:05: D.C.,

00:03:08: in Georgetown University, dann in Tucson Arizona and Poetry Center und in St.

00:03:14: Louis Missouri.

00:03:16: Das ist auch ganz verschiedene Orte.

00:03:22: Ich glaube, ich war am meisten von Arizona und Tucson.

00:03:26: begeistert oder überrascht, weil das ist die Natur dort und es ist absolut anders.

00:03:32: Was ich noch nie gesehen habe ja, das ist Wüste mit Kaktänen und dieser große Saguaro.

00:03:40: Das ist meine Ohrring von dort.

00:03:45: Und dann zum Beispiel die Tucson ist auch ein sehr spannender Stadt und sie haben dort vielleicht Weimar Meistens.

00:03:55: Menschen, die dort wollen sind, sind Künstlerinnen und Lurikerin-Dichterinnen.

00:04:01: Also machen viel Kunst und man spürt das auch.

00:04:06: Und es war dreißig Grad aber ganz trocken und war ganz angenehm.

00:04:12: Dieser Poetry Center ist ein wunderschöner Ort.

00:04:16: Gegenüber gibt es auch ein Bibliothek mit, ich weiß nicht, sechshunderttausend lyrische Bänder aus dem ganzen Welt und einfach unglaublich.

00:04:28: Und sie sind auch sehr aufmerksam zu die Native American Stripes zum Beispiel.

00:04:36: Arizona hat größt... Zahl von Indigious Tribes, einundzwanzig.

00:04:43: Und alle diese, alle ihre Fahne stehen zum Beispiel in der Blyothek und sind dort präsent.

00:04:48: und ja sie hatten auch neulich bevor ich kam auch eine Tagung geweht zu Indigious Poets.

00:05:03: Ich glaube als sich dort war das gab mir dieses Gefühl wieder dass seit langem nicht gespürt habe, ist das Welt auch groß.

00:05:15: Aber wir sind auch so verbunden und es spielt keine Rolle wie weit wir voneinander wohnen weil in Tucson zum Beispiel an der Sonne ich habe so schöne Menschen getroffen begegnet.

00:05:35: also du denkst dass du kennst ihnen Ewigkeit, obwohl sie Amerikanerinnen sind.

00:05:44: Ja und auch meine zweite Gedanke war das während dieser fünf Jahre in deutschsprachigen Raum ich fühlte mich ein bisschen wie okay.

00:05:54: also ich reise auch viel aber dass ist immer maximal Schweiz und Österreich und Deutschland.

00:06:03: Ich spürte ein bisschen irgendwelche Konservierung.

00:06:08: Und dann, als ich dort war.

00:06:10: Ich habe gesagt okay ja Welt ist groß und dann ja sofort wollte ich irgendwelche Zusammenprojekte machen oder wir müssen mehr übersetzen einander oder dass sie auch hier kommen und Sie haben auch viel Interesse an uns in Europa weil zum Beispiel wie Poesie oder wie Literatur dort funktioniert das ganz anders.

00:06:31: bei uns zum Beispiel sie sind sehr interessant an unsere Festivals, weil für Sie das ist etwas absolut Ungewöhnliches.

00:06:41: Für Sie funktioniert Literatur nur an der Uni ja also dort das Universitätszentrum und dann dass es auch ein bisschen zu akademisch und das ist auch wie eine akademische Bubble Und deshalb sind sie von unseren Festivals begeistert.

00:06:59: Es gibt die Literaturhäuser, es gibt solche Initiativen in der Literaturattage und dann kann man kommen einfach in den Staat nicht an der Uni.

00:07:09: Das war auch für mich eine Deckung.

00:07:12: Ich wusste darüber auch nicht oder ähnlich so detailliert.

00:07:18: Ja, genau und deshalb vielleicht ein kleiner Version von meiner Antwort ist.

00:07:24: Das hat mich wieder dieser Gefühl gegeben dass ich weiß nicht.

00:07:30: also das wäre wirklich wichtig wenn man reißt weil dann du spürst dass was du macht wichtig ist.

00:07:44: Dass es gibt die Menschen, die an deiner Literatur Interesse haben und das wir sind wirklich connected miteinander.

00:07:53: Und ja diese Gefühl von Menschheit und Menschlichkeit wie alle teilen – das ist sehr, sehr wichtig!

00:08:03: Ich habe letzten mit Andrea Schwarz gesprochen, der deine Nachfolgerin als Schadsteiberin in Jena gewesen ist und die war auch den USA

00:08:11: Genau.

00:08:12: In der Uni auch, sozusagen in der Bappel da und wir sprachen so ein bisschen was sie da erlebt hat und ich fragte sich an einen bestimmten Punkt ob sie Tagebuch geführt hat und dann meinte sie, hat sie nicht gemacht?

00:08:23: Und habe ich jetzt gerade überlegt wie du das eigentlich machst, diese Eindrücke die du auf den Reisen gewinnst, wie du die festhältst also ob du dir auch so ein Tagebuch schreibst oder dass ihr intuitiv angehst?

00:08:36: Nein, also das kann ich auch nicht.

00:08:39: Ich mache nur kleine Notizchen wie zum Beispiel über diese Kaktei.

00:08:46: Das war die erste Sache, dass mir der Director of Poetry Center gesagt hat über dieses Saguaro, dieser große Kaktai mit Erme.

00:08:57: Wenn du siehst dein Kaktus, also Saguara mit Händen schon, das heißt er ist mindestens sechzig Jahre alt.

00:09:05: weil sie fangen an diese Ärme zu wachsen, wenn sie schon sechzig Jahre alt sind.

00:09:15: Als Lürikerin finde ich das toll auch für Gedichten und ich habe das sofort notiert.

00:09:21: ja und dann vielleicht noch ein paar Sachen und dann... Ich habe gehofft vielleicht du bleibst das in meinem Kopf Ja und mache einfach Fotos genau aber so strukturiert.

00:09:35: Aber vielleicht das hängt davon, dass ich keine Prosa-Autorin... Ich schreibe auch Prosa, aber ursprünglich bin ich Lürikerin und glaube meinen Gehirn freizaniert als sein Gehirne von einer Lyrikerin.

00:09:49: Das ist nicht so systematisch wie beim Romanautorinnen die ein bisschen vielleicht mehr diszipliniert bei solchen Sachen.

00:10:01: Und Tagebücher habe ich nie geschrieben, also das für mich zu anstrengend muss ich sagen ja...

00:10:08: Als ich gehört hab dass du ein neues Buch veröffentlicht natürlich freut ihr schönes neues Buch und irgendwie habe ich beim ersten Kontakt damit Tagebucheinanomaten gelesen.

00:10:17: Das hat sich und ich habe es korrigiert?

00:10:19: Ja, aber jemand hat auch in einer Korrespondenz genannt oder auch Lexikon?

00:10:27: Oder ja, wahrscheinlich.

00:10:30: Es hat sich so verknüpft.

00:10:31: also manchmal verknüpfen sich so Dinge und ich muss mir jetzt immer wenn ich über dein Buch spreche sagen warte mal eine halbe Sekunde.

00:10:36: das heißt nicht Tagebuch sondern Wetterbuch und ich habe mich dann aber gefragt vielleicht lässt sich das ja auch produktiv dieses Missverständnis verwenden um eine Frage dir zu stellen.

00:10:44: Tagebuch ist ja quasi hat so eine chronologische Komponentin.

00:10:48: man hat klar man schreibt dass wir es trotzdem jeden Tag zuschreiben.

00:10:51: Aber wie schreibt man denn ein Wörterbuch?

00:10:53: Du hast ja nicht die Absicht gehabt, alle Wörtern aufzuschreiben.

00:10:56: Sondern eine bestimmte Auswahl zu treffen.

00:10:58: Wie hast du das bei deinem Wörtermuch einer

00:11:00: Nomaden gemacht?

00:11:02: Ja genau gute Frage!

00:11:04: Also hier gibt es zwei wirkliche Richtungen.

00:11:08: Können ich jetzt anfangen als Linguistin zu sprechen?

00:11:12: Weil ich habe tatsächlich einen echten Wörtherbuch gemacht.

00:11:18: Das war... als ich noch in Minsk war und war an der Uni.

00:11:25: Das war Teil meiner Doktorarbeit oder schon habilitationsspiel, keine Rolle.

00:11:34: Und das ist Wörterbuch, kontrastiver Wörtherbuch von Wörtern die bedeutenden Wünsche also optative Semantik Also ein bisschen spezifisches Wörterbuch, weil es geht um die kleinste Komponente, die in jedem Wort sind.

00:12:04: Ja also diese Semme wie kleine Zingel von Bedeutungern.

00:12:13: und dann ich habe vergleichen diese Komponenten im Belarussisch und den Englisch und praktische.

00:12:20: Also man fragt wieso.

00:12:22: Wofür braucht man so ein Wörterbuch?

00:12:26: Das ist sehr praktisch für die Übersetzung, weil zum Beispiel manchmal wenn wir sehen das Einwort könnte bei mehreren Wörtern in Fremdsprache übersetzt sein.

00:12:38: Wir wissen nicht immer okay was wäre besser das oder dass?

00:12:42: und wenn du vergleichst diese minimalste Komponente aus welchem das Wort besteht Und du siehst dann, und du kannst diese minimale Komponente vergleichen.

00:12:55: Du kannst auswählen, aber vielleicht dieser passt besser, weil das hält dieses Komponent, dass ich jetzt zum Beispiel mehr brauche für meine Übersetzung.

00:13:08: Genau!

00:13:10: Für dieses Wörterbuch – das war anders ja, weil der Titel kam auch ein bisschen später als das Buch schon ein bisschen da war.

00:13:22: Und ich glaube, Wörterbuch kam als eine Rettungsformulierung oder Rettungstitel für die Idee, dass in Deutschland Buchmarkt ... Oder Deutsche ... Ja sagen wir Buchmarkt?

00:13:44: Es ist nicht so beliebt und Für Verlage und für Buchhandlungen, das ist sehr oft problematisch mit solchen Büchern etwas zu tun.

00:13:58: Weil sie wissen nicht wohin sie dann stecken sollen auf welcher Regal, weil ist das Fektion?

00:14:06: Ist es ein Sachbuch oder nicht?

00:14:08: Und dass es schwer zu klassifizieren... Ich wusste nicht, was zu schreiben.

00:14:17: Und ich wollte nicht das erstes zu schreiben oder irgendwie das definieren mit der Thürin oder Prosa-Stuck und deshalb kam mir dieser Wort Wörterbuch weil die Sprachen doch spielen eine große Rolle dort.

00:14:36: und meine zweite Frage war wie ich diese Kapitel strukturiere Und vielleicht können wir zeigen, dass jedes Kapitel hat sogenannte Wolke von Wörter.

00:14:56: Also sie schweben herum hier rum und geben dann diese Impulse.

00:15:06: wovon werde ich dort sprechen?

00:15:14: Ich habe am zweiten Kapitel verstanden, sozusagen das Prinzip.

00:15:17: Das sind Wörter die in dem Text enthalten sind und ich habe als ich das Prinzip dann verstanden hab mir erst die Wörtern durchgelesen und versucht zu antizipieren.

00:15:26: was könnte denn jetzt Thema sein in diesem Kapitel?

00:15:29: Als ich dann durch war immer zurückgeblättert und geguckt an welche Wörther erinnere ich mich?

00:15:32: Und es gab so einige sehr auffällige Wörder, ich dachte natürlich die waren an der Stelle aber einige Wörather wohl ich die paar Minuten vor gelesen hatte, die waren echt alles drin gewesen.

00:15:42: Und dann habe ich mir auch so ein bisschen als Vorbereitung auf die Moderation dann auch sozusagen bestimmte Wörter unterstrichen, wo ich dachte Ich brauchst du eine klare Zuordnung.

00:15:50: Also ich hab' die Vermutung gehabt Du wolltest keine klare zuordnungen haben und sag', ich will nicht sagen das Thema Das Kapitel ist über Europa.

00:15:57: Als Vorbereiter auf der Moderation hätte mir das geholfen.

00:16:00: Deswegen habe ich dann auch teilweise eigene Würde sozusagen hingeschrieben.

00:16:03: Es war eine sehr schöne Art Kapitel einfach zu betiteln.

00:16:07: Ja,

00:16:09: ja das stimmt und man kann sehen auch dass manche Wörter wiederholen sich und das ist da auch die Idee weil also man kann doch lesen wie einen zusammen also nicht so wie separate Texten.

00:16:24: weil genau und ich glaube dass ich bin sehr froh dass es mir gelungen wirklich diese Texte so zusammenzustellen.

00:16:37: Und dann die Themen, die du schon erwähnt hast.

00:16:44: Ja sicher aber da nicht glaube ich dass man kann auch sehen das diese Nomadentum auch zieht durch wie dieser rote Faden oder blaue Faden und der grünen Faden.

00:16:59: Vielleicht ist es eine gute Stelle, dass wir ein kleines Auszug

00:17:02: schießen?

00:17:02: Gut ja gerne!

00:17:04: Dann ich fange an... Mit dem ersten Kapitel.

00:17:16: Es zieht dieses Lied nach sich, das ich heute als Metapher verstehe.

00:17:41: Hinter dem Nebel kann man nichts sehen.

00:17:44: Man kann nur eine grüne Eiche sehen heißt es im Text.

00:17:49: Die Bäume die ich aus dem Fenster beobachte scheinen nicht grün zu sein sondern eher indigo oder rauschig grau.

00:17:57: Ich erinnere mich daran dass man auf japanisch zwischen nebel im Frühling und nebel Im Herbst unterscheidet.

00:18:06: An den jeweiligen Wörtern, die in einem Heiko verwendet werden kann man ersehen welcher Jahreszeit gerade beschrieben wird.

00:18:15: Kasumi und Oboro sind der Nebel des Frühlings während Kiri den Nebel im Herbst- und Winter bezeichnet.

00:18:24: Dann erinnere ich mich daran dass es im Belarusischen auch ein anderes Wort Smoha gibt.

00:18:31: Es beschreibt einen leichten, rauchähnlichen atmosphärischen Schleier, einen Dunst, einen dünnen

00:18:39: Nebel.".

00:18:40: Man verwendet das Wort auch als addiktiv oder adverb um einen düsteren emotionalen Zustand zu beschreiben.

00:18:47: Smugne!

00:18:48: Genauso smugner fühle ich mich bei einer Lesung.

00:18:53: Ich hatte über meine normalen Jahre seit dem Herbst, zwanzig-zwanzig erzählt als die Moderatorin sagte du bist aber in Europa geblieben und ich verstand einmal mehr das Belarus nicht als europäisches Land betrachtet wird.

00:19:12: Ja, vielen Dank sozusagen in diesem ersten Abschnitt dieser ersten Seite sind schon viele Elemente von dem enthalten was dann dein Buch auszeichnet.

00:19:21: Diese politische Ebene die sprachliche Ebene also das japanische findest du immer wieder zurück und auch die Referenzen.

00:19:30: also ist ja glaube ich nicht zufällig dass Du cheese Notenboom da zitierst und auf ihn zurückkommst.

00:19:36: es glaub ich auch ein Auto der dir vielleicht mit dem reißender Betrachtung gar nicht so fremd ist

00:19:41: C's Notre-Boum.

00:19:43: Ja, ja stimmt!

00:19:43: Aber obwohl das ist spannend, dass ich habe von C's Norteboum nur Gedichte gelesen und für mich erst ein wunderschöner Dichter, obwohl ich weiß, dass er meistens von Menschen als Romanautor oder der Autor über Reisen oder andere Länder auch schreibt aber für ... dieses Jahr gestorben und...

00:20:14: Und du arbeitest eben mit Sprache auch, dass du dich mit dem Fall liedern zum Beispiel so ein bisschen als Grundlage oder als Sprungbrett nimmst um dich in das Thema rein zu bewegen.

00:20:24: Europa ist ja ein Thema wo es die eine oder andere Beschäftigung schon damit gegeben hat.

00:20:29: Und hier ist die Metaphe, die du auf den ersten Kapitelmittel zurückkommst, der Nebel.

00:20:33: also schreibst dann an einer Stelle auch je weiter man nach Osten kommt, desto neblicher wird es.

00:20:38: Warum war denn dieses Bild des Nebels so wichtig?

00:20:41: Als du gedacht hast, ich schreibe jetzt über Europa.

00:20:44: Ja und ich glaube dass.

00:20:46: also erstens ich habe über Nebel in Bezug zu Belarus vielleicht das gedacht und weil Belarus ist bis heute bleibt leider noch dieser weiße Fleck für viele Menschen mehrere Ukrainerinnen auch hier.

00:21:12: und ja, die Wasmedia bedecken auch.

00:21:20: Ja?

00:21:21: Die Nachrichten aber trotzdem kriege ich bis heute immer die Fragen ist das Belarusische Sprache und Russische Sprachen unterschiedlich.

00:21:31: Ist es zwei verschiedene Sprache?

00:21:33: wie verschieden sie sind?

00:21:39: Ja, in West-Europa denkt man oft über Osteuropa als etwas Monolithisches.

00:21:46: Was überhaupt stimmt nicht und ich weiß nicht ob sie... ja es gibt dieser britische Journalist und Schriftsteller Timothy Ashe und er hatte auch als Buch Europa Private Geschichte oder so etwas.

00:22:04: Und dort habe ich diese wunderschöne Zitade gelesen, dass Monolithische oder Europa existierte.

00:22:10: nie, das existierte nun in dem Kopfköpfen von westlichen Menschen und das stimmt.

00:22:17: Ich glaube für viele auch deutsche, deutsche Rennen war es die Zeit.

00:22:27: oder was Menschen verstehen oder denken über Belarus und also Territorium in die Richtung Ost ist dieser Ude-Sessar.

00:22:39: Ja, und als ob früher war nichts mehr... Also als ob alle Geschichte das es nur diese Ude Sessar ja?

00:22:48: Obwohl Belarus hat uralte Geschichte, Ukraine hat urelte Geschichte und andere Baltische Städte haben ihre Geschichte und so weiter und sofort.

00:22:58: Und es ist schade dass dieser Region bleibt immer noch ein bisschen wie hinter Nebel.

00:23:08: In dem ersten Kapitel geht es ja auch um das Dazugehören, also wozu gehört man?

00:23:14: Was ist das eigentlich zu dem man dazugehören möchte?

00:23:17: Wer zieht die Grenzen und sagt du gehörst dazu oder nicht?

00:23:20: Wo ist eine Durchlässigkeit?

00:23:23: Das wird dir da schon zum großen Thema.

00:23:28: Und es gab diesen Moment, wo du beschreibst dass die Vorsel bei euch Euro im Belarusischen wenn ich das richtig verstanden habe eine sehr positive Zuordnung hat.

00:23:36: Ja

00:23:38: genau wenn man sagt die Wohnung hat eure Renovierung das heißt das ist alles tip top Das ist, man kann das okay.

00:23:49: Das ist etwas ich weiß nicht skandinavischen Design oder so etwas in Vergleich zu dieser altmodische sowjetisch mit Teppich an dem Wand ja oder Kristallgläser im Schrank.

00:24:08: Ich überlege noch gerade weil man kann jetzt von dir sehr viele Richtungen sozusagen gehen.

00:24:11: Was

00:24:11: ist das Problem?

00:24:13: Genau, also das ist ja auch das Schöne an dem Buch.

00:24:15: Also dass man da springt... Es gibt dann die Stelle um vorzugreifen wo du von Tieren schreibst, die aussterben und dann den Vergleich zu Sprachen bringst.

00:24:25: ihr ausschreiben so als Aussterben sozusagen als zum Beispiel von Dingen die sich da ergeben.

00:24:30: Bringst du z.B.

00:24:31: auch den Vergleich mit Ostwestes und Mann-Frau, also dass du sagst da gibst sozusagen auch bestimmte Bilder und kommst aber damit dann wieder zu diesem dazugehören, zu dem Anderssein.

00:24:39: du zitierst bestimmte Denktraditionen, die das eben versuchen zu definieren.

00:24:45: Wer gehört dazu und wer nicht?

00:24:46: Und ich habe das Gefühl – und das ist auch so ein Hauptthema für mich dieses Buches – dass man sich mit dem Begriff Nomadinnen oder auch dem Nomadentum versucht ihm so ein bisschen zu entziehen, dass man eben sagt vielleicht weil ich keine Zuschreibung bekomme von jemandem versuche ich mich den zu entzielen und so ein bissel durchlässig zwischen den, ja zwischen den Orten, zwischen denen vielleicht auch Denktraditionen dazu navigieren.

00:25:10: Ja, stimmt.

00:25:12: Vielleicht wäre es dann passend das sich dieser Teil vorlesen?

00:25:17: Ich sitze am Tisch und bitte meinem deutschen Freund an von meinem Dessert zu kosten!

00:25:24: Er lehnt ab – ich frage ihn erneut und er lehnte wiederab.

00:25:29: also mache ich es ein drittes Mal in der Hoffnung dass er jetzt bestimmt nicht ablehnt.

00:25:35: Aber das macht meinem Freund nur nervös.

00:25:38: Sein Gesicht zeigt einen Ausdruck des

00:25:40: Unverständnisses.".

00:25:42: Ich wiederhole mein Angebot mehrmals, denn in meiner Kultur ist es unhöflich sofort Ja zu sagen!

00:25:49: Mein Freund wird wütend weil er nicht versteht warum er dreimal wiederholen muss was er schon gesagt hat.

00:25:56: Wenn ich gefragt werde ob ich ein Stück Kuchen möchte sagt die Belarusien in mir dass sich ablehnen muss.

00:26:04: Dann wird es mir wieder angeboten und dann kann ich ja sagen.

00:26:08: Aber in Deutschland bietet man dir das kein zweites Mal an!

00:26:13: Am Anfang schien es mir unhöflich, aber dann erkannte ich diesen kulturellen Unterschied und nehme es jetzt leichter.

00:26:22: Ich bin nun direkter geworden und wenn ich etwas will, sage ich das auch gleich beim ersten mal.

00:26:30: Seit mehreren Jahren denke ich viel über Nationen und Staaten, Grenzen Wünsche zu haben und sie zu äußern, ist auch eine Art von Modellität.

00:27:00: Und manchmal sollte man genauso dafür kämpfen wie Frauen und Minderheiten oder die kleineren Nationen für ihre Rechte.

00:27:10: Für kleine Staaten-Nationen, die kein Gewicht auf der Weltbühne der Geopolitik haben, genauer gesagt, die keine Ressourcen haben um selbstständig zu sein oder die anderen damit zu erpressen ist es wichtig, immer gut zu den anderen mächtigeren Akteuren zu sein.

00:27:30: Immer bereit so sein deren Wünsche zu verstehen weil dies eine Überlebenschance bietet.

00:27:36: Wie gut man da den eigenen Wünschen folgen darf oder überhaupt diese Wünche formulieren kann bleibt offen.

00:27:44: Wir reisen nicht nur zwischen realen Welten, verschiedener Länder und Kulturen sondern auch zwischen imaginären Welten.

00:27:52: Zum Beispiel wenn wir Bücher lesen oder schreiben oder die Bedienungsformen verwenden Wenn wir über unsere Wünsche oder Dinges sprechen, die noch nicht geschehen sind erschaffen wie jedes Mal parallel Welten.

00:28:06: Ich würde und hopp schon ist man in eine andere Realität.

00:28:11: faszinierend!

00:28:12: Nicht wahr?

00:28:14: Nomadentum ist eine Art fließende Identität, wenn man in einem Leben verschiedene Zustände erlebt hat und sich nicht endgültig definieren will.

00:28:26: Denn man kann dem System Sprache, Staat, Geschlecht – nur entkommen indem man sich nicht definiert oder zumindest Raum für etwas anderes lässt.

00:28:38: Indem man nicht selbstbewusst und star ist, sich keine Festen zur Schreibung gibt und andere nicht

00:28:45: abstempelt.".

00:28:47: Dies ist eine sehr schwierige Aufgabe für jemanden der oder die immer darauf bedacht ist, die Weichen zu stellen in die Zukunft zu blicken.

00:28:59: Wir haben einen angeborenen Widerstand gegen Veränderungen, was auf die energieeffiziente Funktionsweise des Gehirn zurückzuführen

00:29:09: ist.".

00:29:11: Die Ablehnung der Wörter Flüchtling und Exzellent ist für mich mit einem Hoffen verbunden – ein anderes aus geworgeneres Verhältnis zum Konstruktstaat aufzubauen, eine Hoffnung auf eine Ordnung in der keine Grenzen und Visas mehr nötig sind.

00:29:31: Gleichzeitig ist es wichtig zu erkennen, dass einige Identitätszuschreibungen die Teile von mir sind – die Belarossin oder Frau – nicht aus reichen Beachten gefunden

00:29:44: haben.".

00:29:45: Sie hatten nicht genug Zeit im Laufe der Geschichte ihre Bedeutung in vollen Zügen zu entfalten, bevor sie zu einer Nomadin verschmolzen für die nicht wirklich wichtig ist ob ich Belarusin oder Frau bin.

00:30:00: Deshalb denke ich selbst über mein Lieblingswort Nomadin kritisch nach da ich seine Beschränkungen und Begrenzungen hinsichtlich der reale Existieren vom Staat konstruierenden Ordnung

00:30:13: verstehe.".

00:30:15: Und doch hat den Nomaden als neuer Typus von Subjekt ein großes Potenzial.

00:30:20: Sie ist jemand, der von Sprache zu Sprache sprengt in mehreren Zeitzonen lebt und das nicht unbedingt weil sie reist sondern weil Menschen die ihr wichtig sind in einer anderen Zeitzone leben ihren Körper liebt und zulässt dass er anders sein kann, die Körper anderer Wesen liebt und sich ihre und der eigenen Grenzen bewusst ist.

00:30:47: Das Normatentum was du gerade lebst ist ja nicht freiwillig Und ich habe aber grad so gedacht dass es Aber auch so eine Form von Ermächtigung ist eben zu sagen Ich umarme das also ich nehme das eben als eine Wirklichkeit war mich eben bestimmten Dingen enthient zu Können.

00:31:10: Warte ich das Wort eigentlich sehr schnell da, nach ... ... zwei tausend zwanzig war das glaube ich wo du nicht mehr zurückkehren konntest?

00:31:17: oder hat sich das sozusagen im Laufe der letzten Jahre erst entwickelt und ist dann quasi irgendwie zu seiner Vollendung dann gekommen?

00:31:25: Nein nein also das war wirklich ganz relativ schnell bei mir als ich in München war.

00:31:35: Nach diesen Protesten in Belarus konnte ich nicht zurück.

00:31:38: Und das war es im Jahr zwanzigzwanzig.

00:31:41: Ich habe entschieden, diese Essay-Verteidigung der Poesie-Inseiten dauernd des Exils zu schreiben und weil ich wollte keine Worte in Exile sein.

00:31:54: Also ich wollte kein Exilantin sein.

00:31:59: Weil also ich habe über diese Worte exzellanten Refugee gedacht als Linguistin und für mich das war klar, dass wenn wir solche Wörter benutzen um Menschen zu beschreiben dann wir begrenzen auch oder limitieren auch Menschen so und reduzieren ihre Werte ihre alles zu.

00:32:20: nur dieser eine kleine biografische Sache ja.

00:32:28: Das etwas falsch mit also mit politischen Situationen dort, also in ihrem Land oder ja erst.

00:32:38: Und Mensch ist so viel mehr als nur ihre oder seine Beziehungen zu starten.

00:32:45: und dann kam ich mit diesem Wort Nomadin und ich habe angefangen über diese Nomandentum nachzudenken Und das war Rätungsformulierung für diese Essay.

00:32:58: Also okay, ich benutze Exzellante nicht sondern Nomadien.

00:33:03: Aber dann also als sich mit Essay auch Lesungen hatten und da habe ich auch verschiedene Frage bekommen, dann habe ich weiter darüber nachgedacht und es wurde mir klar dass das ist auch nicht unproblematisch und deshalb zum Beispiel einen Nomadin zu sein in wie sagt man, in realer Seen.

00:33:26: Also die Mensch, die reisen kann darf musst du ein richtiger Pass haben.

00:33:35: ja also besser deutsches oder EU-Pass mindestens und mit meinem pass belarussischen pass kann ich nicht so frei bewegen.

00:33:45: Und das ist das Problem für andere Menschen mit nicht so schönen Pässe und das zeigt dass okay einer normal den ja, hat auch ihre Grenze.

00:33:57: Oder wie ich hier auch beschreibe über diese Identitätszüge die wir haben und das ist da auch ein Problem dass sich glaube was Menschen in Westeuropa im Moment nicht so wirklich verstehen oder dass wir anders verstehen zum Beispiel das Wort Nationalismus weil für die Republiken Teil von Ude-Sessar waren nationalistische Bewusstsein oder nationalistische Ideen.

00:34:35: Das war einen Versuch, nicht in dieser sowjetischen Mensch zu verschmolzen und deshalb ... Nationalismus, das hat positiver Bedeutung in unserem Teil an der postsovietischen Republiken.

00:34:57: Was in Wessenteil von Europa heutzutage ganz anders ist.

00:35:03: und wenn man Nationalismus sagt dann denkt man über Partei die zum rechten Kreis gehören und mit Neofaschisten etwas zu tun haben.

00:35:15: ja also dass es da auch diese Ungleichzeitigkeit, die wir hier in Europa haben.

00:35:22: Das leider ... Wir sind nicht so groß wie für gleich zu USA aber trotzdem.

00:35:28: also existiert parallelen Welten hier und parallelen Zeitzonen auch.

00:35:34: Und das Sprechen von Sprachen oder welche Sprache man spricht ist ja dann auch ein politisches Statement.

00:35:39: Also ich kenne es aus Moldavien.

00:35:41: Das ist halt ein Statement ob man halt Russisch spricht oder Rumänisch und du beschreibst auch sowas ähnliches im über Belarus.

00:35:47: Vielleicht kannst du was dazu sagen, wie Belarus bei dir verwendet wird die Sprache im Vergleich zu Russisch und Englisch?

00:35:57: Ja das ist auch eine andere wichtige Frage, die ich auch versuche im Buch zu erklären und zu beschreiben dass in der Welt gibt es mehrere linguistische Situationen für die Menschen, die aus monolengualen Situationen kommen oder monolingualen Gesellschaften.

00:36:22: Das ist schwer zu verstehen.

00:36:23: zum Beispiel das Muttersprache.

00:36:26: es ist nicht unbedingt die erster Sprache oder die Sprache die du am besten kennst ist.

00:36:33: und auf Beispiel von Belarus ich zeige und erkläre das zum Beispiel dass Also meine erste Sprache war russische Sprache, ja?

00:36:41: Obwohl wir sind alle Billingwe in Belarus.

00:36:45: Aber ich würde nie sagen dass meine Muttersprache ist Russisch.

00:36:51: Nein also das ist einfach die Sprache oder die Spreche.

00:36:56: und ich zeige auch in diesem Buch, wenn wir über solche Begriffe sprechen wie Muttersprüche sie sind ganz emotional höch beladene Begriefe und das hat auch mit Identität zu tun.

00:37:11: Und dass zum Beispiel in Berlarus die Menschen benutzen, berlarussische Sprache im Alltagsleben nicht wirklich – sie können das, also sie verstehen das aber sie benutzen es nicht.

00:37:24: während dieser, wie sagt man diese Zensus?

00:37:27: Ja wenn man…

00:37:29: Zensuses werden wir die folgen.

00:37:30: Genau!

00:37:30: Also Volkszensus.

00:37:33: Dann antworteten Menschen in Belarus, dass siebzig Prozent benutzt den russischen Sprache als Alltagssprache.

00:37:42: Das heißt nur dreißig Prozent benutzte Belarussesprache im Allsexleben.

00:37:47: Aber wenn die Frage kam über die Muttersprache dann neunzig Prozent sagten das ist belarrussische Muttersprüche.

00:37:56: und dann sieht man über eine Sprache.

00:38:01: denkst, als Muttersprache ist nicht unbedingt die Sprache du im Alltagstag benutzt.

00:38:07: Ja und für die Belarusinnen oder Belarusen also russische Sprache.

00:38:12: das muss man auch verstehen dass es die Sprach diese Imperium die seit Jahrhundert versuchte die belarussische sprache zu vernichten Belarussessprache wurde verborden.

00:38:27: Vorstellen, wie fühlt sich man?

00:38:29: Weil die Sprache ist Teil von Identität.

00:38:33: Wenn etwas so Wichtiges verboten ist und dann dass du deine Sprache nicht verwenden könntest als ob es irgendwie wie waffe illegal oder sowas.

00:38:44: Das ist schrecklich.

00:38:51: Man kann oder versuchen auch zu verstehen, wieso es belarussische Sprache oder ukrainische Sprachen so wichtig für unsere Nationen in Vergleich zur Russen und wieso möchten sie nicht mehr?

00:39:05: Dass russische sprache auch offizielle Sprache bleibt.

00:39:08: Oder wie ist das in Belarus?

00:39:10: erst ja?

00:39:11: Oder wieso Ukrainerinnen reagieren wenn die Russen versuchen sagen, dass wieso möchten sie keine russische Sprache dort haben.

00:39:24: Ja klar!

00:39:26: Wieso?

00:39:27: Also das klingt in dem Buch auch immer wieder an die verweist eben auf den Sprachimperalismus und das Sprache eine ganz klare politische Fragestellung oder Fragen stellt.

00:39:38: Und es ist nicht ganz so extrem politisch.

00:39:41: aber was ich auch mit Interesse gelesen habe als du schreibst wie das in der Wissenschaft stattfindet, dass mittlerweile sehr viele Texte auf Englisch geschrieben werden, wissenschaftliche Abhandlungen, Papers und so.

00:39:53: Und dass du da mit einem großen Bedauern eigentlich das feststellst, weil dadurch auch so wie hast du es ganz primat, prissmal der Sprache dann verloren geht ja?

00:40:03: Ja genau und es gibt ein Buch, das wurde von Anna Wysbicka geschrieben, sie ist deine also ursprünglich polnischer Linguistin, aber wohnt in Australien und sie hat ein Buch im Prisons in Englisch oder so etwas ja geschrieben.

00:40:24: Und dort sie zeigt wie das funktioniert und ich glaube wir spüren dass auch uns sogar in Deutschland als auch zum Beispiel neulich in München war ein Ja Projekt oder Festival von Stadtmuseum München und dann zum Beispiel der Titel war What the City?

00:40:51: Und dann Safe City.

00:40:53: Okay, und ich denke ja okay aber wieso?

00:40:57: also Start ist auch ein schönes Wort und nicht so lang.

00:41:03: Aber benutzt man ab und zu auch englische Wörter.

00:41:08: Und okay, ich bin auch keine Poristin.

00:41:12: Nein aber ich bemerke solche Sachen einfach ja und ich denke aha ok was könnte das bedeuten?

00:41:20: Wieso benutzt man hier in Deutschsprache im Raum dann diese englische Wörter statt deutsche Wörte?

00:41:28: Wie soll nicht französische Worte oder weibliche?

00:41:32: Aber trotzdem vielleicht ketzerisch mal dagegen gehalten oder gefragt.

00:41:35: Schreib's ja in einer Stalle, jede Sprache ist die Angst auch allein zu bleiben und wenn man aber eine Sprache hat, die alle sprechen dann isst man ja nicht mehr alleine weil man sich verständigen kann sonst gibt es ja immer so

00:41:47: ein... Das ist auch eine Illusion!

00:41:49: Ja

00:41:50: ich weiß also natürlich dass natürlich die Missverständnis in der Sprache eingeschrieben sind.

00:41:54: aber das macht doch einfach vielleicht gesagt vieles sehr viel einfacher wenn wir uns alle in einer Sprache unterhalten würden oder?

00:42:00: Nein Nein, das finde ich nicht.

00:42:02: Ich weiß, dass es provokative Fragen gibt und wahrscheinlich denkst du das auch nicht?

00:42:08: Oder?

00:42:08: Ja genau!

00:42:10: Jetzt erinnere mich an eine lustige Comedy aus der Schweiz.

00:42:15: Ich glaube entweder ist sie seriös oder doch ein Film.

00:42:22: Und dann in der Schweiz... Ich war jetzt neulich sechs Monate in Schweiß deshalb habe auch Interesse dort gezeigt, also wie so.

00:42:33: ein deutscher.

00:42:36: Schweizerisches Deutsch ist auch anders und sie haben auch Dialekte dazu noch.

00:42:41: Bären-Dialekt, Zürich-D Dialekt.

00:42:46: und dann ich habe gefragt wieso?

00:42:48: Haben Sie nicht gedacht darüber das zum Beispiel wie Schweizerische Deutsch offiziell eine Sprache zu machen?

00:42:57: und dann sie sagt ja in den ich glaube neunzehnte Jahrhundert oder so waren so Versuche aber das hat nicht funktioniert weil Sie haben diese Dialekten.

00:43:05: Und sie schätzen sehr ihre Dialekte, und sie konnten nicht auswählen welche Dialekt ist dann ausgewählt sollt also als haupt-Dialekt.

00:43:17: Ja genau!

00:43:18: Und dann haben sie ihn.

00:43:19: okay dann lassen wir es so... Aber in diesem Film in dieser Komödie Sie kamen zu entscheiden, dass jetzt wird eine Sprache in der Schweiz ein offizielle Sprache und es wird Französisch.

00:43:38: Und dann die Hauptfigur ist ein Polizist und er ist deutschsprachiger Polizisten und dann sie zeigen wir, er versucht dann plötzlich und erst muss bald in die Rente schon gehen.

00:43:49: Plötzlich muss er jetzt alles auf Französische machen.

00:43:57: Aber nein, ich denke, das ist ... Obwohl wir alle wissen über Esperanto und Ido.

00:44:03: Und versuchen ja diese eine Sprache zu entwickeln.

00:44:09: Das ist absolut natürlich für uns als ... Menschen, die diese schöpferische Natur haben und etwas Neues zu schaffen und entwickeln.

00:44:22: Das ist großartig!

00:44:23: Aber jeder Sprache hat dieser faszinierende Welt-Outlook wie man die Welt versteht oder ja sieht.

00:44:40: Und wenn die Sprache verloren geht dann Wir verlieren auch diesen unikale Weltaussicht.

00:44:51: Und ich schreibe darüber in Bezug zu diese Tieren und vergleiche, dass die Sprachen aussterbern können und was das bedeutet.

00:45:08: Wenn alles, weil diese einer Sprache das ist.

00:45:11: für mich jetzt müssen wir alle ohne Form tragen.

00:45:15: Und das ist nur so.

00:45:17: und für mich das ist zu langweilig nicht individuell und das ist auch wie sagt man Enttäuschung dass man sich verstehen kann.

00:45:31: Es gibt diese Probleme von Hermeneutica, ja das sogar wenn wir sprechen mit dir zum Beispiel jetzt und ich sage ok stell dich vor einen Baum und der andere.

00:45:43: Und jetzt wenn ich sage Baum jeder von uns stellt sich ihr eigenes Baum.

00:45:47: Ja wie können wir uns verstehen obwohl wir jetzt Deutsch sprechen?

00:45:54: Ich bin ein ganz großer Fan von Michel sehr und der Parasit also der sozusagen immer an der Kommunikation dabei sitzt und da dran sich labt sozusagen und dadurch große Missverständnisse am Entstehen.

00:46:06: Aber trotzdem ist es ja so ein Thema, was auch in dem Buch immer wieder auftaucht dieses Wie kann man das eigene bewahren?

00:46:12: Also vielleicht definieren, was das eigene ist wie kann man Das erkennen, wie kann Man das bewahren, wie Kann man das vielleicht auch schützen auf pflegen Den Garten hast du zum Beispiel als Bild dann irgendwie also auch zum Wachsen bringen Und gleichzeitig eben nach nach Außen gehen sie mit anderen Verständigen ... eben so die Hand auszustrecken.

00:46:30: Also wie geht das?

00:46:32: Und vielleicht können wir da so einen kleinen Praxistipp auch irgendwie heute in der Lesung mit rein nehmen, dem ich mich würde interessieren... ...wie du eigentlich dich neuen Sprachen widmest.

00:46:40: also hast du da so zwei drei Tipps.

00:46:43: wenn man sagt Ich möchte jetzt vielleicht auch so eine Finish lernen was weiß ich zum Beispiel und ich weiß noch gar nicht über das Finisher was sind so die drei Live Hacks mit denen man sich das

00:46:54: einfach machen könnte?

00:46:55: Ja also ich war gar nicht mit Live Hax weil ich gehöre zu Old School Learners.

00:47:03: Ich würde sagen immer Grammatik, man muss über Grammatikklesen oder wie Grammatick funktioniert?

00:47:10: Wenn du verstehst, wie Gramatik funktioniert dann Lexic ist kein Problem!

00:47:18: in Wörterbuch nachschlagen oder ja dann musst du das im Kopf tragen, oder so.

00:47:23: Das ist schon Probleme von Memory.

00:47:25: Ja also wie du... aber wenn du möchtest zu verstehen wie die Sprache funktioniert, du musst verstehen wie Grammatik funktioniert?

00:47:34: Wie hast du das beim Panischen gemacht?

00:47:35: Also weil gerade das Japanische spielt ja auch immer wieder eine Rolle in deinem Gericht.

00:47:38: Genau!

00:47:40: Zu japanisch habe ich durch Tankers angekommen tatsächlich.

00:47:45: Also ich habe chinesisch studiert an der Uni, also wie sagt man als vierter Sprache.

00:47:53: aber ich habe das nicht beendet, also ich habe keine offizielle Dokumente, dass ich chinesische kann.

00:48:00: Aber das hat mich geholfen.

00:48:01: dann bei japanischen Sprachen obwohl es total andere Sprache ist und wenn mindestens manche hier rüggliefen du verstehst das okay das muss, obwohl man liest das anders Es geht hier über Fisch oder über Bäume, oder so etwas.

00:48:20: Und ich habe ... Ich bin eine japanische Tankerdichterin begegnet in einer Residency und sie wollte nach Minsk kommen und dann ich sagte okay dann wir machen Übersetzungen von deinen Gedichtentankers und dann hab an Gefangen mit ihr zu arbeiten.

00:48:42: Ja, das war schon die Zeit.

00:48:44: Ich glaube es war Jahrzehnteinzehn oder so etwas und man konnte schon etwas im Internet finden – ich meine Grammatik oder so.

00:48:54: Aber ich habe praktische Aufgabe.

00:48:58: Die beste zweite Tipp ist du musst praktische Aufgaben haben um eine Sprache zu lernen.

00:49:05: Ohne praktische Arbeit geht das leider nicht.

00:49:11: Und für mich, das war diese Tanker, die ich übersetzen wollte.

00:49:15: Das hat es so angefangen und meine zweite Projekt war Kobayashi Issa – dieser Heiko-Dicht aus dem neunzehnte Jahrhundert.

00:49:25: Genau!

00:49:25: Dann habe ich auch sehr viel recherchiert für dieses Buch, viel gelesen, weil Poesie oder Sprache ... das ist nicht nur Wörterbücher... ganz großer kultureller Ebene, die du dann einfach in verschiedenen Sachen lest.

00:49:46: In Literatur selbst oder ... ja, Sachbücher über Coloristik, über Farben in diese Kultur und Insekten in dieser Kultur usw.

00:49:58: Ich

00:49:59: habe das Gefühl beim Lesen gehabt immer wenn du auf das japanisch verwiesen hast, du zitierst auch eben die beiden Dichter und Dichterin mit Heiko's.

00:50:07: Das war für mich immer so ein Moment, wo es um das Zarte ging.

00:50:11: Es gibt da einen Heiko, wo beschrieben wird wie der Fußabdruck eines Vögel auf einer Flaumplüte.

00:50:18: Also was ganz Zartes.

00:50:20: Ich habe zwei Fragen dazu und vielleicht die erste dazu.

00:50:25: Und das ist eine ganz große Frage auch eine Teilplötefrage weil... Das ist einerseits zart, andererseits ist es aber auch sehr stark und ich frag mich sozusagen wie das Zarte eigentlich mit diesen ganzen anderen großen Themen korrespondiert.

00:50:37: Also wir sozusagen auch das poetische... Du schreibst über den Angriffskrieg von Russland, du schreibest eben über die Frage von Identität, du Schreibst so eine Frage auch, dass es von Frauen sein, aussterbenden Tieren also wirklich große brutale Fragen und dann hat man solche ganz zarten Dinge.

00:50:52: Wie kriegst du das auch ein Einklang miteinander?

00:50:58: Wie war das für dich als Lese?

00:51:01: Ich fand es sehr befreiend.

00:51:04: Also wirklich befreind, dass ich jetzt nicht nachdenken musste wie ist denn gerade die politische Situation?

00:51:08: oder wie ist mein Standpunkt dazu?

00:51:09: sondern ich konnte mich in einem Bild verlieren also mich...

00:51:13: Ja, ich glaube das war ... ich habe das nicht absichtlich gemacht ja aber jetzt retrospectiv.

00:51:22: Du verstehst, dass das zeigt wie unser Welt funktioniert.

00:51:26: Manchmal denken wir über diese große Sachen aber dann du siehst dieser kleine Ameise die versucht etwas zu tragen und dann dein aufmerksam bist dort und du plötzlich verstehst das okay ich bin so groß zu dieser kleinen Wesen und wieder so relativ ist in diesem in diesem welt.

00:51:46: und wenn heute du dich so fühlst bedeutet nicht, dass morgen das so bleibt.

00:51:52: Auch über diese... Dass alles sich ändern.

00:51:57: Das ist auch dieser wichtiger Element die für mich aus dem japanischen Kultur kam.

00:52:04: Mononno Aware, dass man dieses Prinzip etwas Schönes besonderes weil es sterblich ist oder besonders vergänglich ist.

00:52:21: Das berühmste Beispiel ist diese Hanami, dieser Kirschbluten Sakura Fallen wenn die Japaner Rennen gehen und beobachten ... Sie sterben schon in diesem Moment ja?

00:52:40: Aber gerade das finden sie so schön!

00:52:44: Und für uns Europäerinnen ist es ein bisschen komisch weil wir Also, ich glaube unser Kultur versucht alles zu konservieren.

00:52:52: Museen, Herbariums und dann... Ich sage nicht dass es in Japan auch nicht gibt doch!

00:52:59: Aber alles stoppen, keine Änderungen unsterblich ewig leben usw.

00:53:08: Und das ist so gegen Natur.

00:53:12: Das glaube ich gerade solche zarte Momente, sie helfen uns besser zu verstehen und akzeptieren vielleicht.

00:53:21: Und was mir auch bei dem japanischen Passagen aufgefallen ist, dass dieses Zart auch immer ganz stark in Verbindung stand mit... Ich würde es mal als sorgsam bezeichnen und dem Kontext hast du auch glaube ich an zwei Kapiteln das Wort Koto-Wari erwähnt, wie war das Streben nach Perfektion?

00:53:38: Auch wenn jemand die Perfektion sieht, das war nicht total faszinierend.

00:53:41: Ja ja genau.

00:53:43: und also ich benutze das in Bezug zu Übersetzung, weil wenn wir über Übersetzungsprozess denken oder wie eine Übersetzerin arbeitet und weil die Arbeit von Übersetzen auch nicht so geschätzt in unseren Gesellschaften ist.

00:54:10: Sie verbringen so viel Zeit an das beste Treffen des Vorzugs Obwohl vielleicht, ja, konnte das einfacher sein oder... Und dann trotzdem machst du das.

00:54:25: Ja und trotzdem gibst du dich Mühe und obwohl niemand wird das sehen.

00:54:31: Aber das kann auch man über die Arbeit von Schribstellerinnen oder Lyrikern auch oder Menschen, die mentale Arbeit machen.

00:54:45: Ja, Roberto Juarez hat das auch gut argentinische Dicht darüber gesagt.

00:54:54: Ich habe heute nichts gemacht, aber so viele Sachen passieren in mir heute.

00:55:01: Ja, und das illustriert für mich das sehr oft als Schriftstellerinnen oder Wissenschaftlerinnen.

00:55:08: Ganzen Tag wir können etwas lesen, lesen ja, zehn Buche gelesen und dann eine Zeile geschrieben wenn überhaupt eine Zeilen, ja?

00:55:17: Und dann, sein Tag ist vorbei und du denkst was habe ich heute gemacht?

00:55:21: Ich habe kein Brot gebacken Kein Stuhl gemacht.

00:55:26: Was ist mein Leben?

00:55:29: Ja und dann kommst du zu dieser Idee von Schmarotze usw.

00:55:34: Und das stimmt nicht, weil in dich hat so viel passiert, es ist so viel passieren.

00:55:40: Ich fand auch sehr tröstend, dass das so zu lesen ja.

00:55:45: Du schreibst auch wo wir gerade beim schreiben sind ein Gedicht ist etwas was nicht hätte da sein müssen aber jetzt ist es da so sinngemäß.

00:55:55: Das fand ich auch total schön, wobei ich glaube bei dir ist es ja dann doch mehr.

00:55:59: Du schreibst es ja nicht zum Hobby sondern du arbeitest dann ja wahrscheinlich auch an.

00:56:04: Also die Gedichte sind ja nicht einfach da, sondern das beginnt ja dann schon ein Arbeitsprozess oder?

00:56:12: Ja, ich glaube die Gedichter sind auch anders.

00:56:15: also oder wie sie kommen, dass es auch anders kann sein.

00:56:19: Also manche Gedichten kommen einfach... spontan oder du verstehst überhaupt nicht, wie so er oder sie erst da ist.

00:56:29: Und manchmal ... Du machst dich müde?

00:56:31: Oder ich zum Beispiel eine Recherche.

00:56:33: Ich lese viel wenn ich über ein bestimmtes Thema schreiben möchte und dann ja dann.

00:56:40: das ist mehr aktiver Prozess.

00:56:46: So würde ich sagen es gibt keiner vielleicht ready-made recipe.

00:56:54: Wollen Sie, wollt Ihr vielleicht was wissen?

00:56:56: Habt ihr bestimmt draußen Fragen ja.

00:56:59: Was ich mich frage warum so viele in Belarus und von Moldavien hat mir das auch jemand erzählt Russisch sprechen dann aber doch Belarusisch als ihrer Muttersprache bezeichnen?

00:57:16: ist die Sprache viel komplizierter?

00:57:18: oder?

00:57:19: Ich meine die UDSSR ist doch nun lange genug rum Und ich sehe da so ein bisschen Parallelen hier somit aus dem Westdeutschland, dass ich denke er ist die Idee nicht lange genug rum.

00:57:31: Kann man nicht manches mal endlich lassen?

00:57:34: Danke!

00:57:35: Ich glaube es gibt mehrere Faktoren und eine ist das zum Beispiel.

00:57:40: also die erste ist dieser genetische Gedächtnis, dass gefährlich, diese Sprache zu sprechen.

00:57:53: Ja wenn besprechen über achtzehnte Jahrhundert oder so und dann wenn die Sowjeten kamen und bei Stalin sie haben unsere belarussische Intelligenz in nineteen.

00:58:06: hundert dreißigte acht und neunzig Prozent belarisches Intelligenzen wurde vernichtet ja Sie wurden alle erschossen oder nach dieser Insebirien geschickt und so weiter und sofort.

00:58:18: Und dann war die Belarusische Sprache während der Sowjeten mit Dorfsprache assoziiert.

00:58:26: Ja, weil Intelligenz ja war schon tot und die Sprache blieb dann in Dörfer also mit Bauern und Menschen, die ... wie sagt man?

00:58:40: Genau!

00:58:43: Wenn du in die Hauptstadt ging, nach Minsk muss du Russisch sprechen, weil das ist der Sprachherr der Capital Moskau.

00:58:53: Und dann wenn du russisch sprichst, dann alle Türe sind geöffnet für dich und deshalb also dieser Schleif.

00:59:04: Das blieb noch und das war wirklich stark.

00:59:08: Obwohl es gab auch belarrussische Schriftstellerinnen aber das war auch diese Politik von Sowjeten.

00:59:17: Sie wollten das sowieso, also jeder Nationalsprache ist da als so präsent wäre und das war dort.

00:59:26: Aber in der Realität ja leider ... Das war wieder Sprache von Intelligenz- und Schriftstellerinnen und Künstlerinnen im Belarus.

00:59:37: Ja es ist kompliziert weil das ist auch wieder wenn man denkt Ich glaube, wir hatten diese Zeit von einundneunzig-fünfundneunzig bevor dieser Mann gewählt wurde.

00:59:56: Das war dieser belarussische Renaissance und das war Moment wenn oder als es noch möglich war.

01:00:04: Und die Sache war ist dass die Belarusische Sprache dann einzige offizielle Sprache war, also staatliche Sprache oder Status hatte.

01:00:12: Und weil die Sprachen ein bisschen ähnlich sind... Also ich meine wie bela Russen können und Russen verstehen?

01:00:18: Weil wir müssen das lernen ja.

01:00:20: Russen verstehen nicht wirklich, aber die Sprachens, wie sagt man, wie deutsch oder niederlandisch, mit Mühe kann man verstehen.

01:00:36: Dann, seit nineteenhundertfünfeinneunzig dieser Präsident hat, er hat diese Referendum gemacht und dann es wurde entschieden dass nein wir machen zwei offizielle Sprachen.

01:00:48: Und das ist also dieser Willingwismus.

01:00:51: man kann verstehen mit der Sprache die so ungleich schon sind in Status Belarusische Sprache hatte keine Chance zu überleben weil wenn du Auswahl auf Russisch oder Belarusische etwas zu machen, wählen die Menschen russisch weil alle also Dokumentationen oder wenn du in Gericht oder zum Beispiel wenn ich meine Doktorarbeit verteidigt habe.

01:01:20: Ich war die erste die das auf Belarussisch gemacht haben.

01:01:24: Meine Uni existierte sind Ja, nach solcher Jahren.

01:01:32: Ich war die erste und das was das bedeutete für mich dass ich musste alle Dokumente die die leitende Dokumnte selbst dann übersetzen Und das war viel extra Arbeit.

01:01:46: und da nicht wusste nicht wie diese Kommission reagiert wird weil es gibt auch den Menschen die können sagen ja ich verstehe nicht bei russisch wieso?

01:01:54: Das war auch viel viel Druck und Deshalb also wenn wenn dies die so ungleich mächtige Sprache in dieselbe Position gestellt wird, hat die... also zum Beispiel Belarusische Sprache keine Chance.

01:02:11: und deshalb das war die größte Fehler, dass auch die russische Sprach parallel zu büllerrussisch die offizielle Sprache zu machen.

01:02:21: Das immerhin nach dieser Ich weiß nicht, wie viele Jahre der Sowjetunion oder besser gesagt nach den Jahrhunderten der russischen Herrschaft gab es Menschen genau so wie in der Ukraine die erstmal bolognische und ukrainisch lernen mussten.

01:02:41: Und ich denke also das ist vielleicht Wunsch zu denken wenn das doch das Billinguale bleibt.

01:02:51: Ich verstehe, was Sie sagen, dass dann die kleinere Sprache weniger Chancen hat.

01:02:56: Aber auf der anderen Seite sehen wir das doch in der Ukraine, dass dieser Druck... die russische Kultur und der russischen Sprache zu verbieten, doch zum Teil praktisch.

01:03:10: Gerade so in dem Stundonbass, weil man wirklich jetzt multilingual war.

01:03:14: Ich bin Geburtgeber Poler, liebe ich in Deutschland seit sechzig Jahren, ich bin auch bilingual.

01:03:20: praktisch.

01:03:22: Es ist vielleicht gar nicht so verkehrt wenn es gelingt dieses was sie als Muttersprache bezeichnet zu unterstützen, aber verbieten denke ich das ist nicht so.

01:03:39: Aber ich glaube dass das war Entschuldigung zu sagen, das war wirklich Propaganda.

01:03:42: Niemand hat russische Sprache in Donetsk und Lohansk für Borden oder so.

01:03:49: Das benutzte die russischen Propagandas dieser Krieg anzufangen oder mindestens aggressiver zu werden.

01:04:04: Und wenn die Ukraine dann, oder Ukraine entscheidet das nein also in Ukrainer muss offizielle Sprache nur ukrainisch sein?

01:04:12: Das ist absolut normal!

01:04:13: Also weil dieser Status, also wieso russische Sprache muss... Also das wäre zum Beispiel jetzt in Deutschland jemand kommen und sagen machen wir jetzt französisch the same Auch wenn die meisten Deutschsprächen doch nicht die Einzige sprachen.

01:04:32: Ja, aber das ist natürlich kein Vergleich.

01:04:34: Das ist kein Vergleich?

01:04:36: Genau kann man das nicht vergleichen weil sie existieren.

01:04:39: wie sagt man ja dass es die andere Geschichte und unvergleichbare Situation?

01:04:48: ja ich verstehe was Sie vielleicht sagen könnten.

01:04:53: und etwas zu verbieten, total das ist immer schlechte Idee.

01:04:59: Aber manchmal muss man zum Beispiel wie mit kleinen Sprachen dann zu machen, muss man irgendwie so unterstützen und dann nicht zu verbeten aber dann verschiedene Status zu machen sodass die genau leider das war nicht die Sache oder nicht der Fall.

01:05:15: Ich

01:05:15: würde vielleicht eine Abschlussfrage stellen.

01:05:18: angenommen Du schreibst in zwanzig Jahren eine Fortsetzung von deinem Buch.

01:05:23: Also wird du auch einen Nomad in Teil zwei, in two-tausend sechsenvierzig?

01:05:27: Was würdest ihr dir wünschen?

01:05:28: Welche Wörter wären dann wichtig für dich im Zwanzigjahren?

01:05:33: In zwanziger... also

01:05:34: uns?

01:05:34: Welcher würde das du gerne schreiben wollen?

01:05:39: Das da ... Nee!

01:05:40: Also weißt du als Lürikerin oder Linguistin ich denke nicht gerne über Zukunft.

01:05:50: Ich glaube an einer Stelle schreibst du über die Wünsche, dass sozusagen das Denken in die Vergangenheit geht und das Wollen geht in die Zukunft.

01:05:55: Stimmt ja!

01:05:56: Deswegen genau, dachte ich.

01:06:00: Nein aber ich kann einfach erzählen was ich plane oder voran nicht jetzt arbeite.

01:06:08: Ja also ich vorbereite im Moment ein deutschsprachiges Lürigband und es kommt im Winter.

01:06:16: Und dann, ich reibe da in einem neuen Roman und ich mache das auf Belarusisch.

01:06:21: Und werde vielleicht selbst ins Deutsche besetzen?

01:06:24: Und ich möchte dir noch ein Buch überschreiben oder wie über Prozess oder ja so etwas...

01:06:33: Hast du davon schon die Sprache gefunden?

01:06:35: Weil es klingt so als ob sozusagen zu dem Projekt auch die Entscheidung gehört welcher Spracher schreibe ich!

01:06:42: Ja Das ist für mich auch eine Aufgabe zu entscheiden, welche Sprache.

01:06:47: Ich noch im Nebel quasi her.

01:06:49: Okay dann vielen Dank liebe Volja dass du...

01:06:51: Vielen Dank lieber Stefan!

01:06:52: Vielen Dank Guido für die Einladung und danke fürs Gommen Im Podcast.

01:07:01: Studio Literatur Eine Sendung der literarischen Gesellschaft Thüringen.

Über diesen Podcast

Die Literarische Gesellschaft Thüringen fördert seit 1991 die Literatur und Kultur in Weimar und Thüringen. Sie organisiert Festivals und Wettbewerbe, Werkstätten und Lesungen, veröffentlicht Bücher und Magazine. In unserem Podcast stellen wir euch die Literatur und das literarische Leben rund um die LGT vor.

Redaktion: Guido Naschert, Stefan Petermann

Einzelne Folgen sind an jedem 3. Dienstag im Monat von 22:00–23:00 Uhr auf dem Weimarer Stadtsender www.radiolotte.de zu hören.

www.literarische-gesellschaft.de

von und mit Literarische Gesellschaft Thüringen

Abonnieren

Follow us